Internet Explorer Versionen Testen

Eins der wohl bekanntesten Schwierigkeiten beim Testen von Webseiten ist das der unterschiedlichen Browser. Es stellen sich immer wieder die selben Fragen und man steht immer wieder vor den selbem Problemen.

1. Welche Browser sollte ich überhaupt testen.

2. Wie kann ich in verschiedenen Browsern zur gleichen Zeit die Seiten testen ohne gleich ein kleines Vermögen auszugeben.

3. Wie kann ich verschiedene Browserversionen testen ohne gleich meine Systemstabilität zu gefährden.

Ich will es mal bei diesen drei Fragen belassen, wobei sich natürlich noch mehr stellen. Dazu werde ich aber wohl in einem späteren Artikel etwas schreiben.

Zu Frage 1:
Gar nicht so leicht zu beantworten. Natürlich sollte man in erster Linie sein Zielpublikum im Auge behalten und darüber nachdenken welche Browser dieses Verwendet. Im Moment und in der Regel dürfte das der Internet Explorer 6/7 sein, sowie der Firefox 1.5/2.0 und der Opera Browser. Bei letzterem würde ich allerdings nur die Version 9.x testen, da dieser in meinen Blog Statistiken gerade mit 10% Anteil den Aufwand eines ausführlicheren Tests nicht rechtfertigt. Im übrigen würde ich auch den Safari (2% in meiner Statistik) nur Testen falls zufällig ein Mac in der Nähe steht bzw. sich mein Angebot speziell an Mac Nutzer richtet.
Das ist natürlich nur meine grobe Einschätzung, die vor allem durch die Werte aus diesem Blog gestützt sind. Wobei ich den Internet Explorer und den Firefox in jedem Fall in die Betrachtung mit einbeziehen würde.

Zu Frage 2:
Natürlich ist es durch (zumindest Zeitweise) kostenfreie Tools wie Browsercam möglich seine Webseite zur gleichen Zeit in mehreren Browsern testen zu lassen. Doch bei komplexeren Webseiten mit Login oder dynamischem Inhalt kommt man recht schnell an die Grenzen dieses Tools. In diesem Falle bliebe wohl (für den “Kosten bewussten” Tester) nur die Möglichkeit, die Seiten per Hand oder zumindest per Teilautomatisierung in den in Frage 1 ausgewählten Browsern zu Testen. Doch da kommt sofort Frage 3 ins Spiel. Dummerweise vertragen sich mehrere Internet Explorer Versionen auf einem Rechner sehr schlecht, bei Firefox scheint es ähnliche Probleme zu geben. Was also tun…?

Zu Frage 3:
Eine, wie ich finde, sehr interessante Lösung ist es sich eine oder mehrere Virtuelle Maschinen mittels VMWare Server oder Player zu erstellen und dort
die Seiten zu testen. Dabei könnte aber ein Problem die nicht vorhandenen Windowslizenzen sein. Doch vielleicht läuft ja sogar der Testrechner mit einer Windowslizenz, somit ist es laut der Microsoft EULA kein Problem den Internet Explorer auch auf einem Virtuellem Rechner mit z.B. Linux (Ubuntu, Novell SUSE, RedHat) in Wine zu installieren.
Ein weiterer Vorteil dieser Variante ist es, das man den Internet Explorer in den Versionen 7,6, 5.5 und 5 gleichzeitig installieren und durch die Wine Kapselung sogar zur gleichen Zeit unabhängig von einander betreiben kann. Dies geht nämlich, laut meines Kenntnisstandes, unter Windows leider nicht.
Das Skript mit dem ich genau diese Lösung gefunden heißt IE4Linux und nimmt einem die komplizierte manuelle Wine Konfiguration vollständig ab. Die einzigen Bedingungen die es zu erfüllen gibt sind die Installation des Wine Packetes für die jeweilige Linux Distribution und dem Programm “cabextract”, welches dafür sorgt das die Windows Cab Dateien entpackt werden können. Bei Ubuntu Users gibt es dazu sogar einen eigenen Wiki Artikel der die Vorgehensweise für Ubuntu und dessen Derivate sehr gut und einfach beschreibt.
Im Dr. Web Weblog, in dem ich in den Kommentaren auch diese, wie ich finde elegantere Lösung gefunden hab, wird noch ein Produkt der Firma TredoSoft erwähnt, welches aber laut den Kommentaren eben genau den Effekt der Versionskonflikte nicht beheben kann. Aber vielleicht tut sich da ja in Zukunft noch etwas.

Ich hoffe den ein oder anderen zumindest ein paar Denkanstössen gegeben zu haben und freue mich schon auf ein Feedback.

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Heise testet erweiterte Barrierefreiheit

Das News Portal des Heise Verlages testet bis zum 9.11.07 den Vorlese-Dienst ReadSpeaker SagEs. Ich finde diesen Vorstoß sehr begrüßenswert, allerdings hat die Technik noch ihre Schwächen.

Einerseits ist die Sprachqualität im Moment leider nur als Ausreichend zu bezeichnen. Welches sicherlich damit zusammenhängt das die Deutsche Sprache einer der schwierigsten für die Technik des “Text-to-Speech” ist. Anderseits ist das heere Ziel leider auch deshalb verfehlt, da sich
1.) Der Player in einem gesonderten Fenster öffnet - was über Java Skript realisiert ist und ohne Java Skript leider nicht funktioniert,
2.) die Möglichkeiten im Text hin und her zu springen doch recht eingeschränkt sind,
und 3.) heise.de meiner Ansicht nach, leider einen von mir durch geführten Accessibility Test allein aufgrund ihres News-Templates nicht bestehen würde. Ich denke bevor man sich mit diesem tollen (aber natürlich eher sichtbaren) Feature beschäftigt, sollte man doch erstmal die Standardtests wie Section 508 und WCAG 1.0 bestehen. Aber das war nur eine 5min. Kaffeepause Analyse … und somit kostenfrei ;) - mehr auf Anfrage.

Aber der Anfang ist gemacht und ich finde auch für den “normalen” Nutzer gibt es einen Mehrwert indem man sich die Artikel als MP3 herunterladen und somit auf dem MP3 Player seiner Wahl unterwegs anhören kann.

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Webseiten im Browser Testen

Eine Sache die mir immer wieder beim testen von Webapplikationen auffällt, ist die Frage nach den verschiedenen Browsertypen und Bildschirmauflösungen.

Das schwierige dabei ist, das wohl die wenigsten alle der (zum Teil noch sehr gängigen) Windows 98, ME,2000, XP Lizenzen besitzen (ja, Windows3.1 und 95 hab ich schon rausgelassen). Zum anderen nehmen Betriebssysteme wie Linux oder Mac doch an Verbreitung zu.

Eine schöne Lösung für dieses Problem hab ich bei browsercam gefunden. Damit kann man sich relativ schnell eine Übersicht geben lassen, wie die Anzeige auf anderen Betriebsystemen, Browserversionen etc. aussieht. Der Dienst ist allerdings nicht kostenlos, bietet aber einen Trial Account an, der nur etwas limitiert ist. Ich muss zugeben das mich das Ergebnis schon sehr beeindruckt hat.

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Testen von Webdesign - Teil 1.

Dies soll eine kleine Reihe sein, welche sich mit den Themen Webdesign und was man alles testen kann beschäftigen wird.

Im ersten Teil will ich ein wenig auf die Grundlagen zum Testen von Barrierefreien Webdesign und Usability eingehen.

Eine gute Einleitung zu diesem Thema existiert bei www.barrierefreies-webdesign.de und es gibt dort viele gute Ratschläge, was man alles beachten sollte.

Barrierefreies Webdesign - manchmal auch Zugänglichkeit oder Accessibility genannt - ist die Kunst, Webseiten so zu gestalten, dass jeder sie nutzen und lesen kann.

Beim Design von Webseiten wird oft nicht berücksichtigt, dass viele Menschen körperliche Einschränkungen haben. Dann bilden bestimmte Techniken der Programmierung “Barrieren” für deren Zugang zum Internet. Dies können fehlende Texte zur Beschreibung von Grafiken, eine unglückliche Auswahl der Farbkombinationen, unklar strukturierte Webseiten, nicht bedienbare Navigationsmechanismen u.a.m. sein.

Wenn aber Webgestalter auf eine gute Programmierung achten, erleichtern sie Menschen mit Sinnes- und Körperbehinderungen das Surfen im Netz, anstatt sie daran zu hindern.

Die wesentlichen Kriterien und Hinweise für ein barrierefreies und somit auch behindertengerechtes Webdesign werden durch die Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV) geregelt, die am 24. Juli 2002 in Kraft trat. Bei der Einhaltung der BITV wird insbesondere - aber nicht nur - der Zugang zu Webseiten durch Menschen mit Behinderungen gewährleistet.

Viele Entwickler und Designer, gerade aus dem Web-Umfeld, werden bei solchen Aussagen die Hände über den Kopf zusammenschlagen. Die fehlerhafte Meinung, das Barrierefreie Seiten gleichzusetzen mit langweiligen Textseiten sind, wird ebenso widerlegt, wie der Trugschluß es wäre enorm Aufwendig solche Webseiten zu erstellen. Ich denke jeder gute Entwickler und vielleicht sogar der ein oder andere Designer, ist sich bewusst das man ein System oder ein Design nach gewissen Grundregeln und mit verschiedenen Hilfsmitteln entwirft. Es wird sich wohl auch kaum ein Entwickler über UML Diagramme beschweren, welche hinreichend gut ausformuliert sind, obgleich er das Ziel, die Funktionalität der Software, auch sehr gut ohne diese Modelle erreichen könnte.

Natürlich ist Usability und Barrierefreies Webdesign im ersten Moment etwas mehr Aufwand. Dennoch ist es nichts weiter als ein Werkzeugkasten an den man sich gewöhnen muss und mit Hilfe dessen man bessere Software konstruiert.

Für den deutschen Sprachraum möchte ich in diesem Zusammenhang speziell nochmal auf das BITV hinweisen, welches zwar nur für öffentliche Einrichtungen als bindend gilt, dennoch sehr gute Vorgaben für “gutes” Webdesign liefert.

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